
Wasser ist das prägende Element des Bergischen Landes. Seit Jahrhunderten haben die Menschen seine Kraft genutzt und an Flüssen, Bächen und Siefen ihre Mühlen errichtet. Die Mühlenroute führt vom historischen Odenthaler Ortskern aus zu den wichtigsten Mühlenstandorten der Gemeinde Der Weg folgt den idyllischen Flussläufen von Dhünn und Scherfbach. Von Höffe im Scherfbachtal aus lässt sich die Mühlenroute auch mit einem Besuch der Hochseilgartens K1 am Kramerhof kombinieren...
Die Route beginnt am Parkplatz des Schulzentrums Odenthal an der Bergisch-Gladbacher-Straße ( L 270 in Richtung Berg. Gladbach ). Von hier aus folgt man dem Wegzeichen Wasserrad. Nach wenigen Minuten erreicht man das Zentrum von Odenthal. Den historischen Ortskern lässt man rechts liegen und geht über die Dhünnbrücke. Am Blumenladen biegt man direkt rechts ab, der Weg folgt nun der Dhünn flussaufwärts. Nach einem kurzen Fußmarsch erreicht man den kleinen Weiler Stein. Am Orteingang befindet sich mit der Steiner Mühle die älteste Mühle Odenthals. Man folgt dem Weg weiter über Farzemich bis man bei Menrath auf die Landstraße L101 stößt. Unter hohen Laubbäumen verläuft der Weg entlang des westlichen Talrandes. Nach etwa 2 Kilometern erreicht man das Hotel Wißkirchen und dann über den Uferweg das barocke Eingangstor des ehemaligen Zisterzienserklosters zu dem selbstverständlich auch Mühlenanlagen gehörten.Neben der ersten Altenberger Kornmühle gab es hinter der Markuskapelle auch eine Malz- eine Öl- und eine Lochmühle. Man durchquert das ehemalige Kloster, geht auf der Nordseite der gotischen Abteikirche entlang und gelangt durch eine Unterführung zu den Fischteichen östlich der Abtei. Von dort aus führt der Weg das Pfengsbachtal hinauf, entlang des Kultur- und Waldlehrpfades zu den Überresten der Spezarder Mühle. Von dort aus geht man den Weg 150 Meter zurück bis zu einer Treppe, quert das Tal und folgt dem Wegzeichen Wasserrad bis in die Ortschaft Grimberg. Von hier aus führt uns der Weg parallel zur Landstraße L310 nach Hüttchen. Im Wald hinter der Ortschaft erreicht man die Bömericher Mühle. Auf einem schmalen Pfad erreicht man die Ortschaft Neschen. An der Kreuzung des Eichholzer Weges an der L310 erblickt man den Wasserturm des Ortes. Von hier aus führt der Weg zwischen Feldern und Wiesen durch den kleinen Ort Busch. In Busch biegt der Weg links ab und führt hinauf nach Keffermich. Von hier geht es hinab ind Scherfbachtal. Kaum hat man den Talgrund erreicht, erblickt man bereits die Liesenberger Mühle. Nach kurzer Zeit werblickt man auf der rechten Seite die Meute Mühle die nächste Mühle auf unserer Rundwanderung. Von hier folgt man weiter dem Lauf der Scherf, in dem Weiler Klasmühle deutet nur noch der Name auf die frühe Existenz einer Mühle hin. Am Ausgang des Scherfbachtals, kurz bevor der kleine Bach in die Dhünn mündet, wurde seine Kraft noch einmal zum Antrieb einer Mühle genutzt. Die Mühle am Funkenhof wurde zugleich als Getreide- und Ölmühle betrieben. Ab der Mündung des Baches in die Dhünn folgt man dem Lauf des Flusses bis nach Osenau. Dort erblickt man die Reste eines ca. 100 Jahre alten Wehred, welches das Wasser der Dhünn aufstaute, um damit die Mühlräder der Hofermühle am Ortseingang von Schildgen anzutreiben. Nun geht es entlang der L101 zurück nach Odenthal. Über die Straße "An der Buchmühle" erreicht man den Ausgangspunkt der Wanderung. Der Straßenname ist die letzte Erinnerung an die Buchmühle, die bereits 1513 zum ersten Mal urkundliche Erwähnung findet.
Länge der Wanderstrecke: circa 22,5 Kilometer